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Bauen & Wohnen

Bauen in St. Radegund

Bebauungsgrundlagen

Vor Kauf eines Grundstückes oder vor Einreichung der Baubewilligung kann es zweckmäßig sein, sich die Bebauungsgrundlagen für ein Grundstück vom Bauamt der Gemeinde bestätigen zu lassen. Dies vermeidet Missverständnisse und spart Kosten bei der Planung.  

Baubewilligung

Baubewilligungspflichtige Vorhaben lt. § 19 Stmk. BauG 1995

Für alle Bauvorhaben, die nicht bewilligungsfrei oder im Rahmen eines Anzeigeverfahrens abgewickelt werden können, muss beim Bauamt der Gemeinde um eine Baubewilligung angesucht werden.

Dies betrifft:

  • Neu-, Zu- oder Umbauten von baulichen Anlagen sowie größere Renovierungen.
  • Nutzungsänderungen, die auf die Festigkeit, den Brandschutz, die Hygiene, die Sicherheit von baulichen Anlagen oder deren Teilen von Einfluss sein können oder die Nachbarrechte berühren oder wenn Bestimmungen des jeweils geltenden Raumordnungsgesetzes, des Flächenwidmungsplanes oder des Bebauungsplanes berührt werden können.
  • Die Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Abstellflächen für Kraftfahrzeuge, Garagen und Nebenanlagen.
  • Einfriedungen gegen Nachbargrundstücke oder öffentliche Verkehrsflächen sowie Stützmauern, jeweils ab einer Höhe von mehr als 1,5 m.
  • Veränderungen des natürlichen Geländes von nach dem Flächenwidmungsplan im Bauland gelegenen Grundflächen sowie von im Freiland gelegenen Grundflächen, die an das Bauland angrenzen.
  • Die länger als drei Tage dauernde Aufstellung von Fahrzeugen und anderen transportablen Einrichtungen, die zum Aufenthalt oder Nächtigen von Personen geeignet sind, wie insbesondere Wohnwagen, Mobilheime und Wohncontainer, außerhalb von öffentlichen Verkehrsflächen, Abstellflächen oder Garagen.
  • Der Abbruch von Gebäuden, ausgenommen Nebengebäude.
  • Projekte gemäß § 22 Abs. 6 (Der Bauwerber besitzt die Wahlmöglichkeit, ein Gesamtbauvorhaben, das aus bewilligungspflichtigen und anzeigepflichtigen Vorhaben besteht, als baubewilligungspflichtiges Vorhaben bei der Baubehörde zur Erteilung der Baubewilligung einzureichen.

Ansuchen lt. § 22 Stmk. BauG 1995

  • Schriftliches Ansuchen.
  • Der Nachweis des Eigentums oder des Baurechtes an dem für die Bebauung vorgesehenen Grundstück in Form einer amtlichen Grundbuchsabschrift oder in anderer rechtlich gesicherter Form, jeweils nicht älter als sechs Wochen.
  • Die Zustimmungserklärung des Grundeigentümers oder des Berechtigten, wenn der Bauwerber nicht selbst Grundeigentümer oder Bauberechtigter ist.
  • Die gegebenenfalls erforderliche Zustimmung bzw. Bewilligung der Straßenverwaltung nach den landes-straßenverwaltungsrechtlichen Bestimmungen.
  • Der Nachweis, dass die zu bebauende Grundstücksfläche
    • sofern diese nicht in zwei Katastralgemeinden liegt
    • aus einem Grundstück im Sinn des Vermessungsgesetzes, BGBl.Nr. 306/1968 i.d.g.F., oder aus einer Teilfläche besteht. Der Nachweis kann entfallen
    • für bestehende Bauten,
    • für Bauten, die sich auf Grund ihrer Funktion üblicherweise über zwei Grundstücke erstrecken,
    • wenn rechtswirksame Bebauungspläne bestehen, denen ein Teilungsplan zugrunde liegt
    • sowie bei land- und forstwirtschaftlichen Bauten im Freiland.
  • Ein Verzeichnis der Grundstücke, die bis zu 30 m von den Bauplatzgrenzen entfernt liegen, jeweils mit Namen und Anschriften der Eigentümer dieser Grundstücke.
  • Das Projekt in zweifacher Ausfertigung.

Bauanzeige

Kleinere, sonstige Bauvorhaben, sowie Neu- Zu- oder Umbauten von Kleinhäusern in Gebieten, die im Flächenwidmungsplan als Bauland ausgewiesen sind, können unter bestimmten Voraussetzungen und nach Rücksprache mit der Gemeinde im Anzeigeverfahren abgewickelt werden.

Anzeigepflichtige Vorhaben lt. § 20 Stmk. BauG 1995

  • Neu-, Zu- oder Umbauten von Kleinhäusern im Bauland, wenn die Eigentümer der an den Bauplatz angrenzenden Grundstücke sowie jene Grundeigentümer, deren Grundstücke vom Bauplatz durch ein schmales Grundstück bis zu 6 m Breite getrennt sind, durch Unterfertigung der Baupläne ausdrücklich ihr Einverständnis mit dem Vorhaben erklärt haben.
  • Die Errichtung, Änderung oder Erweiterung von

a) Abstellflächen für mehr als fünf Krafträder bis höchstens 30 Krafträder oder mehr als zwei Kraftfahrzeuge bis höchstens zwölf Kraftfahrzeuge mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von je 3500 kg einschließlich der erforderlichen Zu- und Abfahrten, wenn die Voraussetzungen nach Z 1 vorliegen.
b) Garagen für höchstens 30 Krafträder oder höchstens zwölf Kraftfahrzeuge mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von je 3500 kg und Nebenanlagen, auch wenn sie als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden, wenn die Voraussetzungen nach Z 1 vorliegen
c) Schutzdächern (Flugdächern) mit einer überdeckten Fläche von über 40 m², auch wenn diese als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden, wenn die Voraussetzungen nach Z 1 vorliegen
d) Nebengebäude, wenn die Voraussetzungen nach Z 1 vorliegen

  • Die Errichtung, Änderung oder Erweiterung von

a) Werbe- und Ankündigungseinrichtungen (Tafeln, Schaukästen, sonstige Vorrichtungen und Gegenstände, an denen Werbungen und Ankündigungen angebracht werden können, Bezeichnungen, Beschriftungen, Hinweise u. dgl.)
b) Umspann- und Kabelstationen, soweit es sich um Gebäude handelt
c) Einfriedungen gegen öffentliche Verkehrsflächen sowie Stützmauern, jeweils bis zu einer Höhe von 1,5 m
d) Ölfeuerungsanlagen und Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe einschließlich von damit allenfalls verbundenen baulichen Änderungen oder Nutzungsänderungen
e) sichtbare Antennen- und Funkanlagentragmasten
f) baulichen Anlagen für Reitparcours oder Hundeabrichteplätze
g) die nachträgliche Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Hauskanalanlagen und Sammelgruben
h) Solar- und Photovoltaikanlagen bis zu einer Kollektorfläche von insgesamt 100 m² und einer Höhe von über 3,5 m

  • Veränderungen des natürlichen Geländes von nach dem Flächenwidmungsplan im Bauland gelegenen Grundflächen sowie von im Freiland gelegenen Grundflächen, die an das Bauland angrenzen, wenn die Eigentümer der an den Bauplatz angrenzenden Grundstücke durch Unterfertigung der Bauplätze ausdrücklich ihr Einverständnis mit dem Vorhaben erklärt habe.
  • Die Aufstellung von Motoren, Maschinen, Apparaten oder ähnlichem, wenn hiedurch die Festigkeit von Bauten beeinflusst oder eine Gefährdung herbeigeführt werden könnte und die Aufstellung nicht in einer der Gewerbeordnung oder dem Luftreinhaltegesetz für Kesselanlagen unterliegenden Anlage vorgenommen wird.
  • Die Durchführung von größeren Renovierungen (§ 4 Z 34a) oder wärmetechnischen Optimierungen der Gebäudehülle, jeweils bei bestehenden Kleinhäusern.

Anzeigeverfahren lt. § 33 Stmk. BauG 1995

  • Schriftliche Anzeige
  • Bei Vorhaben im Sinne der Z 1 alle Unterlagen wie bei baubewilligungspflichtigen Vorhaben
  • In den Fällen der Z 2 bis Z 6
    • ein Lageplan im Maßstab 1 : 1000 (zweifach),
    • die erforderlichen Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Beschreibungen (zweifach),
    • der Nachweis des Eigentums oder Baurechtes,
    • die Zustimmungserklärung des Grundeigentümers oder des Bauberechtigten, wenn der Bauwerber nicht selbst Grundeigentümer oder Bauberechtigter ist,
    • erforderlichenfalls der Nachweis nach § 22 Abs. 2 Z 3,
    • im Fall einer größeren Renovierung (§ 4 Z 34a) zusätzlich die Unterlagen gemäß § 23 Abs. 1 Z 8 betreffend Energieeinsparung und Wärmeschutz,
    • die gegebenenfalls erforderliche Zustimmung bzw. Bewilligung der Straßenverwaltung nach den landesstraßenverwaltungsrechtlichen Bestimmungen.
  • Bei Feuerungsanlagen von über 8 kW bis 400 kW Nennheizleistung ist zusätzlich der Nachweis über das ordnungsgemäße Inverkehrbringen im Sinn des Steiermärkischen Feuerungsanlagengesetzes, LGBl.Nr. 73/2001, anzuschließen. Wenn für die Errichtung, Änderung oder Erweiterung der Feuerungsanlage bauliche Maßnahmen in Bezug auf den Aufstellungsraum, Brennstofflagerraum oder den Rauchfang erforderlich sind, ist eine Bescheinigung eines Sachverständigen oder hierzu befugten Unternehmers über deren Eignung vorzulegen.
  • Bei Antennen- und Funkanlagentragemasten, die innerhalb der nach dem Steiermärkischen Raumordnungsgesetz ausgewiesenen Baulandkategorien Reines Wohngebiet, Allgemeines Wohngebiet, Kern-, Büro- und Geschäftsgebiet, Dorfgebiet, Kur- und Erholungsgebiet und Ferienwohngebiet oder außerhalb bis zu 300 m von den Gebietsgrenzen dieser Baulandkategorien entfernt errichtet werden, ein Verzeichnis der Grundstücke, die bis zu 30 m von Bauplatzgrenzen entfernt liegen, jeweils mit Namen und Anschriften der Eigentümer dieser Grundstücke, samt Zustimmung aller Grundeigentümer zur Durchführung des Anzeigeverfahrens durch Beisetzung der Unterschriften auf dem Grundstücksverzeichnis.
  • Die Verfasser der Unterlagen haben überdies zu bestätigen, dass diese allen baurechtlichen Anforderungen entsprechen.

Bewilligungsfreie Bauvorhaben

Zu den baubewilligungsfreien Vorhaben gehört lt. § 21 Stmk. BauG 1995

  • die Errichtung, Änderung oder Erweiterung von:
    • Nebengebäuden (mit Ausnahme von Garagen), landesüblichen Zäunen, Folientunnel, Hagelnetzanlagen, Flachsilos, Beregnungsanlagen u. dgl. jeweils nur im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft, sofern keine Nachbarrechte im Sinne des § 26 Abs. 1 Z 1 und 2 berührt werden
    • kleineren baulichen Anlagen, wie insbesondere
      a) für die Verwertung (Kompostierung) von biogenem Abfall im Sinne des Steiermärkischen Abfallwirtschaftsgesetzes; wie insbesondere Kleinkompostieranlagen für Gebäude mit nicht mehr als sechs Wohnungen

      b) Abstellflächen für höchstens 5 Kraftfahrräder oder höchstens 2 Kraftfahrzeuge mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von je 3500 kg einschließlich der erforderlichen Zu- und Abfahrten, Fahrradabstellanlagen sowie Schutzdächer (Flugdächer), mit einer überdeckten Fläche von insgesamt höchstens 40 m², auch wenn diese als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden, samt allfälligen seitlichen Umschließungen, die keine Gebäudeeigenschaft (§ 4 Z 29) bewirken

      c) Skulpturen und Zierbrunnenanlagen bis zu einer Höhe von 3 m inklusive Sockel, kleineren sakralen Bauten sowie Gipfelkreuzen

      d) Wasserbecken bis zu insgesamt 100 m³ Rauminhalt, Saisonspeichern für solare Raumheizung und Brunnenanlagen

      e) luftgetragene Überdachungen bis zu insgesamt 100 ² Grundfläche

      f) Pergolen bis zu einer bebauten Fläche von 40 m², Klapotetzen, Maibäumen, Fahnen- und Teppichstangen, Jagdsitzen sowie Kinderspielgeräten

      g) Gerätehütten im Bauland bis zu einer Gesamtfläche von insgesamt 40 m²

      h) Gewächshäusern bis zu 3 m Firsthöhe und bis zu einer Gesamtfläche von insgesamt 40 m²

      i) Parabolanlagen sowie Hausantennenempfangsanlagen im Privatbereich; Mikrozellen zur Versorgung von Geländeflächen mit einem Durchmesser von 100 m bis 1 km und Picozellen für Mobilfunkanlagen zur Versorgung von Geländeflächen mit einem Durchmesser bis 100 m, samt Trag- und Befestigungseinrichtungen

      j) Telefonzellen und Wartehäuschen für öffentliche Verkehrsmittel

      k) Stützmauern bis zu einer Höhe von 50 cm über dem angrenzenden natürlichen Gelände

      l) Loggiaverglasungen einschließlich der erforderlichen Rahmenkonstruktion
  • kleineren baulichen Anlagen und kleineren Zubauten, jeweils im Bauland, soweit sie mit den in Z 2 angeführten Anlagen und Einrichtungen hinsichtlich Größe, Verwendungszweck und Auswirkungen auf die Nachbarn vergleichbar sind
  • Baustelleneinrichtungen, einschließlich der zum vorübergehenden Aufenthalt dienenden Unterstände
  • Feuerungsanlagen für feste und flüssige Baustoffe bis zu einer Nennheizleistung von 8 kW, sofern Nachweise über das ordnungsgemäße Inverkehrbringen im Sinne des Steiermärkischen Feuerungsanlagengesetzes, LGBl. Nr. 73/2001, vorliegen
  • Gasanlagen, die keiner Bewilligungspflicht nach dem Steiermärkischen Gasgesetz unterliegen, Feuerungsanlagen jedoch nur dann, wenn Nachweise über das ordnungsgemäße Inverkehrbringen im Sinne des Steiermärkischen Feuerungsanlagengesetzes, LGBl. Nr. 73/2001 und der Gasgeräte-Sicherheitsverordnung, BGBGl.Nr. 430/1994 vorliegen
  • Werbe- und Ankündigungseinrichtungen von Wählergruppen, die sich an der Wahlwerbung für die Wahl zu einem allgemeinen Vertretungskörper oder zu den satzungsgebenden Organgen einer gesetzlichen beruflichen Vertretung, für die Wahl des Bundespräsidenten oder für Volksabstimmungen, Volksbegehren und Volksbefragungen auf Grund landes- oder bundesgesetzlicher Vorschriften beteiligen, innerhalb von sechs Wochen vor dem Wahltag oder dem Tag der Volksabstimmung, der Volksbefragung oder des Volksbegehrens bis spätestens zwei Wochen danach
  • der Umbau einer baulichen Anlage oder Wohnung, der keine Änderung der äußeren Gestaltung bewirkt
  • die bis zu drei Tagen dauernde Aufstellung von Fahrzeugen und anderen transportablen Einrichtungen im Sinne des § 19 Z 6
  • die Lagerung von Heizöl bis 300 l
  • der Abbruch aller nicht unter § 19 Z 7 fallenden baulichen Anlagen
  • Einfriedungen gegen Nachbargrundstücke (ausgenommen öffentliche Verkehrsflächen) bis zu einer Höhe von 1,5 m
  • Solar- und Photovoltaikanlagen bis zu einer Kollektorfläche von insgesamt 100 m²; dabei dürfen Anlagen und ihre Teile eine Höhe von 3,5 m nicht überschreiten
  • der Umbau einer baulichen Anlage, sofern es sich dabei ausschließlich um eine Färbelung handelt

lt. § 21 Abs. 3 und 4 Stmk. BauG 1995 müssen:

  • Baubewilligungsfreie Vorhaben vor ihrer Ausführung der Gemeinde schriftlich mitgeteilt werden. Die Mitteilung hat den Ort und eine kurze Beschreibung des Vorhabens zu enthalten.
  • Durch baubewilligungsfreie Vorhaben dürfen Bau- und Raumordnungsvorschriften, wie insbesondere festgelegte Bauflucht-, Baugrenz- und Straßenfluchtlinien, sowie die Vorschriften über Abstände nicht verletzt werden.

Fertigstellungsanzeige - Benützungsbewilligung

Nach Fertigstellung des Bauvorhabens muss bei der Gemeinde St.Radegund eine Fertigstellungsanzeige unter Vorlage der notwendigen Bestätigungen durchgeführt werden. Wenn die Bauführerbestätigung nicht vorgelegt werden kann, dann ist zusätzlich um eine Benützungsbewilligung anzusuchen, wobei eine Endkommissionierung durch die Behörde durchgeführt wird. Durch die Erteilung der Benützungsbewilligung wird seitens der Behörde festgestellt, ob Ihr Bauvorhaben vorschriftsmäßig ausgeführt worden ist und damit auch rechtmäßig benützt werden darf.

Abbruchbewilligung

Für den Abbruch eines Gebäudes oder Gebäudeteiles ist eine Abbruchbewilligung vom Bauamt der Gemeinde St.Radegund einzuholen.

Gerne können sie sich zur kostenlosen Bauberatung der Gemeinde St.Radegund unter 03132/2301-12 anmelden. Diese findet jeden ersten Donnerstag im Monat statt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.help.gv.at.