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22 architektonisch kunstvoll gefasste Quellen können auf zahlreichen Rundwegen individuell erkundet und bewundert werden. Die Kunstwerke spiegeln den Namen von adeligen Stiftern, Kurgästen und den großen Kurärzten des 19. und 20. Jahrhunderts wider.
1883 errichteten Kurgäste „dem Wohltäter und großen Meister der Wasserheilmethode“ einen 20 Meter hohen Obelisken nahe dem Schöckl zu Ehren des Kurarztes Dr. Gustav Novy.
Die Widmungsinschrift "Von Gott kommt alle Heilung. Ehre den Arzt, denn Gott hat ihn geschaffen." bestätigt den damaligen Besitzer und beliebten Kurarzt. Der Novystein wird über einen Waldlehrpfad erreicht und die Aussicht belohnt den Fußmarsch!
Der Landschaftskünstler Bernhard Haas schuf das Heilkunstwerk „Pflanze Mensch“. Die Wechselwirkung und Beziehung zwischen Pflanze und Mensch wird erlebbar. Dieses Unikat befindet sich gegenüber der Talstation der Schöckelseilbahn genau am Eingang zum Kneipp-Meditationsweg.
Die „Pflanze Mensch“ ist ein in einem Ei eingebetteter begehbarer Kräutergarten in Menschform, wobei heilende Kräuter genau dort „angepflanzt“ sind, wo ihre Wirkung entsteht.
Verein zur Rettung und Erhaltung des Kalvarienberges
Obmann Heribert Lantzberg
Tel. +43-(0)3132-35 13
eMail: st.radegund@netway.at
Errichtung der Anlage zu Ende der Karantanischen Mark als Verwaltungssitz für ein kleines Herrschaftsgebiet in der neu zu kolonialisierenden Oststeiermark. Erste urkundliche Erwähnung um 1185 als „Bollwerk jenseits Diepoldsberg“. Die Ehrenfelser waren anfänglich babenbergische Vögte auf der Grazer Burg und nannten sich „de Graeze“. Das Geschlecht war eines der führenden Adelsgeschlechter der Steiermark und besaß weitere Burgen in der Steiermark, so z.B ein weiteres Ehrenfels über Kammern im Liesingtal, aber auch in Kärnten und in Oberösterreich. Otto der IV. von Ehrenfels war von 1389 bis 1406 Landeshauptmann in Kärnten.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts ging das Geschlecht in dem der Stubenberg von Gutenberg auf und die Besitzungen kamen zusammen.
Der früheste Teil der Anlage sind die zwei untersten Stockwerke des
Turms, vermutlich aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. Spätere gotische
Erweiterungen bis ins 14. Jahrhundert.
Vermutlich im 17.
Jahrhundert abgebrannt und verlassen, wurde aufgrund extrem steiler
Zufahrt, die Anlage nie als Steinbruch verwendet. Seit 1983 sanfte
Revitalisierung durch Sicherung des Altbestandes und gefühlvoller
Kombination mit Neubauten. Bis 1993 wurde durch geschickte Verquickung
von alter und neuer Bausubstanz ein Wohnhaus errichtet, das
gleichzeitig die ruinösen Reste der Außenmauer, von Wohn- und
Wirtschaftsgebäuden im Süden und Osten dauerhaft sichert. Zubauten an
der Westseite und Sanierung des Turms derzeit im Gange.
Die Pfarre St. Radegund zählt mit ihrem barocken Kalvarienberg zu den schönsten Anlagen Österreichs. Doch damit nicht genug; St. Radegund zelebriert ein reges Pfarrleben. Kinderwortgottesdienste, Tischmütter/-väter für die Erstkommunion, Firm-Vorbereitung durch Laien, Pfarrcafé, Pfarrfest, Felder-Segnungen, Maiandachten, Feste zu Ehejubiläen,… sind nur einige Beispiele.